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Sonnensegel
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Wichtige technische Endverbraucherinformationen zu Soliday Sonnensegelsystemen

Zu ungleichen Auszugslängen der Sonnensegelanlage
Um eine perfekte Funktion der Soliday Sonnensegelanlage zu gewährleisten, sollten die Auszugslängen auf beiden Seiten des Sonnensegels gleich lang sein. Sollte die Auszugslänge bewusst anders gewählt werden, z.B. aufgrund von örtlich nicht anders realisierbaren Gegebenheiten, dann möchten wir Sie darauf hinweisen, dass bei der Aufwicklung Druckstellen des Seils bei M-Anlagen (manuelle Bedienung) im Segeltuch entstehen. Dies kann eine frühzeitige Abnutzung des Sonnensegels zur Folge haben. Jegliche Art von Folgeschäden dieser Ursachen ist nicht Bestandteil der Garantie. Alle C-Anlagen (mit Motorantrieb) müssen grundsätzlich mit gleichen Auszügen vorgesehen werden.

Zur Größe der Sonnensegelfläche
Bitte beachten Sie, dass die Fläche des Sonnensegels (Schattens) je nach Modell und Segelschnittform um ca. 10 - 20% kleiner als die Fläche der Aufhängungspunkte bzw. der Masten ist. Die kleinere Fläche entsteht durch technische Gegebenheiten und Vorgaben der Segel- und Wellenmontage. Abstände zwischen Sonnensegelkante und Wand, abhängig vom Modell, Form, Größe & Segelschnittbild können zwischen Sonnensegel und Wand Abstände von ca. 50 - 200 cm entstehen.

Zu Funkmotoren
Bei Funkmotoren kann der Funk aufgrund äußerer Umstände und Einflüsse nicht funktionieren (Datenkabel, Dachrinnen, Blechdach, störende Funkfrequenzen etc.). In diesem nicht vorherzusehenden Fall muss die Anlage auf Schalterbedienung umgerüstet werden.

Zu Sonnensegeltüchern
Sonnensegeltücher sind technische Sonnenschutzgewebe, die strengen technischen Anforderungen entsprechen. Bei jeder Produktion werden sie umfangreichen Labortests unterzogen. Anforderungen wie Steifigkeit, schmutz- und wasserabweisende Eigenschaften, Einreiß- und Weiterreißfestigkeit, Farbechtheit, und viele andere Eigenschaften werden festgelegt, gemessen, und für jeden Tuchtyp vom Weber garantiert. Bestimmte Erscheinungen im Tuch werden von Sonnensegelbesitzern aus Unkenntnis beanstandet, sind aber auch beim heutigen Stand der Technik nicht vollkommen auszuschließen. Solche Erscheinungen mindern den Wert und die Gebrauchstauglichkeit des Sonnensegels in keiner Weise. Um Irritationen zu vermeiden, wollen wir Sie im Rahmen der Verbraucheraufklärung auf die nachstehenden Eigenschaften ausdrücklich hinweisen.

Zu Knickfalten
Diese entstehen bei der Konfektion, beim Falten, bei der Montage und während der Benutzung des Sonnenschutztuches. An der Stelle der Falte kann im Gegenlicht, vor allem bei hellen Farben, ein weiß/grauer Strich sichtbar werden, auch Weißbruch genannt. Dieses Verhalten trifft vor allem auf das Segeltuch Austrosail Nano zu. Allerdings möchten wir diesem Stoff unsere höchsten und besten Referenzen aussprechen. Bei großen Sonnensegeln lassen sich Knickfalten im täglichen Einsatz auf lange Sicht eigentlich nicht verhindern. Spätestens bei der ersten Windböe ist es so weit. Sehen Sie dazu auch das Video auf www.soliday.at. Das Segeltuch Austrosail Nano hat sozusagen einen angenehmen, nicht störenden Marmor-Look. Die zahlreichen Vorteile des Stoffes überwiegen bei weitem.

Zu Tuch- und Gewebeeigenschaften
Obwohl bei der Herstellung nur kontrolliertes Tuch erster Wahl verwendet wird, sind der Perfektion Grenzen gesetzt. Bei derart großflächigen Beschattungssystemen wie einem Sonnensegel ist es nicht auszuschließen, dass kleine Unregelmäßigkeiten wie z.B. Fadenbruch, Knoten usw. im Stoffbild auftreten können. Diese nicht reklamationsfähigen Erscheinungen mindern in keiner Weise den Wert und die Gebrauchstauglichkeit eines Sonnensegels.

Zum Tuchdurchhang
Je nach Segelgröße ist ein Tuchdurchhang trotz maximal eingestellter Zugspannung technisch nicht vermeidbar, dieses tritt insbesondere bei einer geringen Anbringungshöhe der Welle, somit flach verlaufendem und gleichzeitig großem Auszug auf.

Zur Welligkeit im Naht- und Bahnenbereich
Diesen kann entlang der Seitensäume, im Bereich der Nähte und mitten in den Bahnen entstehen. Das Tuch wird an den Nähten vierfach gelegt. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Aufrolldurchmesser. Die Spannung, die durch die Soliday Pylone bzw. durch die Sonnensegelverspannung entsteht, kann diese Effekte begünstigen. Auch wenn sich während eines starken Regens ein Wassersack gebildet hat, kann sich Welligkeit bilden. Neue Fadenansätze und doppelt- oder nebeneinander verlaufenden Nähte sind technisch nicht vermeidbar und somit zulässig.

Zur Faltenbildung & Segelschnittbild
Jedes bei Soliday konfektionierte Sonnensegel wird den Bahnbreiten entsprechend schnittoptimiert, kontrolliert, gelegt und konfektioniert. Dabei legt der Hersteller größtes Augenmerk auf die Qualität der Verarbeitung und der eingesetzten Materialien. Trotzdem ist eine Faltenbildung des Segeltuchs nicht ausgeschlossen und ist "Stand der Technik eines Soliday Systems". Diese kann je nach Form, Größe und Schnittbild des Sonnensegels unterschiedlich auftreten. Je nach Segelgröße ist ein Tuchdurchhang trotz maximal eingestellter Zugspannung nicht vermeidbar, dies tritt insbesondere bei niedriger Anbringungshöhe der Welle und gleichzeitigem großem Auszug auf.

Zu vermeintlichen Farbunterschieden im Segeltuch Austrosail Nano
Auf Grund von Stellung des Sonnensegels, Sonnenstand, Lichteinfall sowie Farbe des Tuchs kann es gelegentlich bei Soliday Sonnensegel aus dem Stoff Austrosail Nano zu optisch wirkenden Farbunterschieden der einzelnen zusammenkonfektionierten Tuchbahnen kommen. Es handelt sich hierbei nicht um Farbunterschiede der einzelnen Tuchbahnen, dieser Effekt tritt gelegentlich auf und ist in erster Linie auf die Einstrahlung des Lichtes auf das Sonnensegel und sehr stark auf die Stellung und den Blickwinkel des Betrachters zurückzuführen. Der optisch vermeintliche Farbunterschied der einzelnen Tuchfelder entsteht durch die Einstrahlung der Sonne auf die im Gewebe verlaufenden Kettfäden und Schussfäden. Um dem Segel die optimale Form, Stabilität und Rollverhalten zu geben, müssen die Segeltücher so gelegt werden, dass eine gerade Kante, sprich entlang der Kette verlaufend und eine Querschnittkante miteinander verschweißt werden. So ergibt es sich aus technisch bedingten Vorgaben, dass Kette und Schuss dem Strahlenformschnitt entsprechend leicht versetzt verlaufen. Dies ist eine technisch notwendige Vorgabe der Konfektion, um der Dehnung des Gewebes entgegenzuwirken. Wenn das Segel dann von einer bestimmten Position bei spezieller Lichteinstrahlung betrachtet wird, kann dies gelegentlich den Eindruck erwecken, dass die einzelnen Tuchbahnen unterschiedliche Farben haben. Je nach Lichteinfall tritt dieses auf der Oberseite bzw. Unterseite des Segels auf, dafür oben so gut wie nicht ersichtlich oder umgekehrt.

Zur Bedienung der Höhenverstellung (manuell oder elektrisch)
Das Tuch wird am höchsten Punkt vermessen. Wenn Sie das Segel in der Höhe verstellen, also absenken, ist zwingend darauf zu achten, dass Sie vor dem Ein- oder Ausfahren des Segels die Höhenverstellung wieder auf den höchsten Punkt zurückstellen, also das Segel wieder ganz hochfahren. Erst dann darf das Segel wieder eingefahren werden. Eine Missachtung dessen kann zu Spannungen und frühzeitigen Beschädigungen von Kurbelgetriebe oder Motor und der Welle führen. Bitte beachten Sie, dass sich das Segel bei auftretendem Wind immer am höchsten Punkt befindet, insbesondere bei dem Einsatz von Windsteuerungen bei motorbetriebenen Anlagen.

Hinweis zu Holzoberflächen
Das Holz des Base Cube ist mit einer Holzverkleidung versehen und handelt sich um sehr hochwertige Holzarten: Cumaru und gebackene Esche. Diese Holzstrukturen werden von Soliday eingesetzt, da sie über einen geringen Ausstoß an Lignin (Holzeigener Farbstoff) verfügen und sehr gute Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse haben. Das Holz bekommt durch Witterungseinflüsse eine natürlich graue Farbe, ohne dass die Eigenschaft des Holzes dadurch beeinträchtigt wird. Holz kann sich bei starken Temperaturunterschieden verformen und evt. Risse bekommen. Aufgrund seiner witterungsbeständigen Eigenschaft ist bei den verwendeten Holzarten die Verwendung eines Schutzanstrichs nicht notwendig. Trotzdem benötigt jede Holzart auch eine regelmäßige Pflege. Hierfür empfehlen wir Ihnen herkömmliche Holzschutzöle und Pflegemittel, wie Sie sie auch bei der Pflege von Holzgartenmöbeln bzw. von Holzterrassen verwenden. Diese Pflegemittel finden Sie im Baufachmarkt. Es ist nicht verpflichtend, die Hölzer von Soliday einzusetzen. Der Base Cube kann auf Wunsch auch mit anderen Materialien verkleidet werden.

Weitere Informationen
Finden Sie ebenfalls im Internet unter https://www.soliday.eu. Hier sehen Sie die Beschreibung der Tucheigenschaften, dessen UV-Schutz Verhalten, Pflegehinweise und die aktuellen Farben der Soliday Sonnensegeltücher.

Zur Schattensimulation
Diese Planungs- und Entscheidungshilfe stellt nicht den Originaleinbauzustand des Produktes dar.

Wetterschutzhülle
Um das Tuch nach Ende der Segelsaison zu schützen, raten wir zum Einsatz von Wetterschutzhüllen im dem aufgewickelten Wellenbereich. Diese Schutzhüllen werden üblicherweise mitgeliefert. Daher sollten auch die Seile, insbesondere bei M-Anlagen, ausgebaut und innerhalb der Schutzhülle eingelegt werden. Für den Fall, dass die Seile nicht demontiert werden, ist ein Wassereintritt in die Schutzhülle möglich. Bei C-Anlagen werden im Seilbereich zusätzlich noch Schutzdreiecke (Plattenschutzabdeckungen) über die Schutzhülle gelegt. Insbesondere bei elektrischen Anlagen ist zwingend darauf zu achten, dass nach dem Auflegen der Schutzhülle die Anlage nicht mehr bedient werden darf, um Beschädigungen am Motor und Tuch zu vermeiden. Ggf. vorhandene Sonnen- und Windsteuerungen sind hierzu zwingend abzuschalten. Der Einsatz eines Aluminiumschutzdaches ist beim System Soliday CS bei Wandmontage grundsätzlich möglich.

Schraubfundamente
Bei naturbedingten Veränderungen des Erdbodens, wie Erdsenkung, Erdrutsch, Erdbeben oder Überschwemmungen, wird die Gewährleistung ausgeschlossen. Voraussetzung für die Montage: Für den Einbau müssen die Einbaupunkte vor Beginn der Arbeiten freigegeben sein. Hierbei müssen mögliche Hindernisse wie z. B. Rohre, Erdleitungen und unterirdische Bauten vom Kunden berücksichtigt werden. Es wird bestätigt, dass sich in einem Radius von 50 cm um den Einbaupunkt und 150 cm Tiefe keine Hindernisse befinden. Falls dennoch Hindernisse beschädigt werden, gehen die Folgekosten für die Instandsetzung zu Lasten des Auftraggebers. Stellt sich im Rahmen der Montagearbeiten heraus, dass der Einbau der Schraubfundamente wegen schwieriger Bodenverhältnisse nicht durchgeführt werden kann und ein Betonfundament erstellt werden muss, wird die Mehrarbeit, das Beschaffen und Anwenden weiteren Materials oder Werkzeug zusätzlich im Material- und Zeitnachweis in Rechnung gestellt. Schadensersatz- oder sonstige Regressansprüche sind in diesem Fall ausgeschlossen. Angefallene Leistungen inkl. Fahrtkosten sind zu vergüten.

Wichtiger Hinweis
Der Eindrehwinkel der Schraubfundamente beträgt standardmäßig ca. 8-12 Grad, bei Droppole ca. 2-10 Grad. Bei dem Einsatz mehrerer Pfosten sind gleiche Neigungswinkel nicht möglich. Weiterhin ergeben sich bei auftretendem Wind daraus resultierende Bewegungen im Mast- und Bodenbereich.

Regenschutz
Diese Sonnensegelanlage ist kein dauerhafter Regenschutz. Falls dennoch mal das Tuch nass wird, lassen Sie es bald wieder ausfahren und trocknen. Eine Wassersackbildung auf dem Tuch ist zwingend zu vermeiden, um daraus resultierende Folgeschäden abzuwenden.